Roßhaupten, 15.10.2023, von Martin Zienert

Einsatzübung des Technischen Zuges

Wandabstützung, Logistik und Wassertransport waren gefordert

Am Sonntag, den 15.10.2023 wurden die THW-Helfer des Ortsverbandes Füssen zu einer realitätsnahen Einsatzübung alarmiert. Die Alarmierung geschah, wie im echten Einsatz auch, über die digitalen Funkmeldeempfänger und zusätzlich über die Handyalarmierung.

Im Ortsverband angekommen wurde der Einsatzauftrag verkündet. Durchführung einer Gebäudeabstützung um die Polizei bei einer Brandursachenermittlung zu unterstützen. Die Ermittlungen können erst durchgeführt werden wenn das Gebäude gesichert wurde.

Der Zugtrupp sollte zunächst eine Erkundung durchführen um die örtlichen Gegebenheiten sowie die Materielle und Personelle Planung zu ermitteln. Vor Ort angekommen wurde sichtbar, dass eine Außenwand einer ausgebrannten Trocknungshalle auf einer Breite von 4 Metern abgestützt werden musste.

Für diese Arbeiten wurde die Bergungsgruppe mit dem Einsatzgerüstsystem (EGS) sowie eine Befähigte Person EGS nachalarmiert. Nach Einschätzung und Berechnung war aber schnell klar, dass als Gegengewicht mehrere Tonnen nötig waren.

Diese Information wurde an den LuK-Stab (Leitungs- und Koordinierungsstab) des Ortsverbandes weitergegeben, welcher sich um die Organisation von 11 IBC-Containern mit jeweils 1.000 Litern Fassungsvermögen kümmerte. Um die IBC-Container an die Einsatzstelle zu bekommen wurde die Fachgruppe Räumen nachalarmiert, welche mit dem Tieflader genug Transportkapazitäten bietet. Auf der Anfahrt sammelte das Räumgespann 4 IBC-Container aus eigenen Beständen, drei von der Stadtgärtnerei Füssen und vier Container von VT-Media ein. An der Einsatzstelle angekommen wurde diese um die bereits fertig gebaute Wandabstützung positioniert.

Die nächste Aufgabe bestand darin, die IBC-Container mit Wasser zu füllen. Nachdem auf dem Übungsgelände kein Hydrantennetz zur Verfügung stand musste aus einem nahe gelegenen Weiher Wasser abgepumpt werden. Die Pumparbeiten übernahm die ebenfalls nachalarmierte Fachgruppe Notversorgung/-instandsetzung. Das Wasser wurde in eine 5.000 Liter Wasserblase, welche auf dem LKW-Kipper der Fachgruppe Räumen verladen war, gepumpt. Das Wasser wurde im Pendelverkehr an die Einsatzstelle gefahren und in die IBC-Container gefüllt.

Zum Schluss wurde die Wandabstützung mit den Gegengewichten verbunden. Somit konnte die Außenwand der Trocknungshalle gesichert und die Einatzübung erfolgreich abgeschlossen werden.

Eingebunden waren folgende Einheiten:

  • Zugtrupp
  • Bergungsgruppe mit Anhänger EGS
  • Fachgruppe Notversorgung/-instandsetzung
  • Fachgruppe Räumen
  • LuK-Stab

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